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Das Pure Surf Team in Portugal

Das Pure Surf Team an der Algarve

PURE SURFCAMPS

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Der erste Pure Surf Team-Trip: 7 Tage, 6 Surfer, unglaublich viele gute Wellen

Es beginnt bereits zu dämmern als wir aus den Autos steigen und die letzten Meter zur Klippe gehen. Hat sich die lange Fahrt wirklich gelohnt? Als das erste Set auf das Riff zurollt, starren alle gebannt auf die Surfer die bereits im Line-Up sitzen. Wir steigen wieder ein, quetschen uns zwischen die Boards und starten die Motoren. Die steil abfallende Schotterstraße führt uns, vorbei an einer verstaubten Bar, in den kleinen Fischerhafen von Arrifana.

Als ich aus dem Auto steige, haben die ersten schon ihre Wetsuits aus dem Kofferraum gekramt und ziehen sich um. Bereits von oben war klar, dass die Wellen groß und heftig sind, aber erst jetzt erkennen wir das Potential der Session. Nach wenigen Minuten sind alle bereit und rennen zusammen die Laderampe Richtung Hafenbecken herunter und springen ins Wasser. Von draußen sieht der Paddel-Out nach einer Menge Arbeit aus, aber das Pure Surf Team navigiert ohne große Probleme durch die kopfhohen Weißwasserwände hinaus zur Take-Off Zone. Die ersten Wellen werden gesurft. Remi kassiert einen harten Wipeout und kommt wenig später mit einer großen Setwelle, vorbei an den spitzen Steinen der Wellenbrecher, zurück ins Hafenbecken geschossen. Er hat Cuts an den den Füßen und ein kaputtes Board. „Just a Little bit of battlewounds, thats part of the game bro. It's fucking cooking out there“. Er schnappt sich sein Backup-Board und rennt sofort wieder los. Die Laderampe Richtung Hafenbecken herunter und zurück ins Wasser.

Während Remi ins Line-Up paddelt attackiert Tobi die Lippe einer riesigen Welle mit seinen kraftvollen Turns. Die Sonne sinkt immer tiefer und spickt zum ersten mal unter der dicken Wolkenschicht, die seit unserer Ankunft den Himmel verdunkelt, hervor. Sie färbt das ungemütliche Grau des Wassers mit einem grün-goldenen Farbstich. Wir sitzen mit dem letzten Bier, das wir uns zuvor in der staubigen Bar an der steilen Straße gekauft haben, am Wasser und genießen die Show, die uns geboten wird. Wir stoßen auf den ersten gemeinsamen Pure Surf Team Trip an und sind gespannt, was uns in den kommenden Tagen noch alles erwartet.

Licht und Bier neigen sich langsam dem Ende zu und die Jungs kommen nach und nach aus dem Wasser. Die Strapazen des Tages, die lange Fahrerei und die frustrierenden Spotchecks sind vergessen. Arrifana hat uns den wahrscheinlich besten Start, den man sich wünschen kann, geboten und den Pure Surf Team Trip erfolgreich eingeleutet.

Obwohl uns die Müdigkeit noch in den Knochen steckt, stehen wir am nächsten Morgen pünktlich zum Sonnenaufgang am ersten Spot. Die Strahlen der aufgehenden Sonne tauchen die schroffen Sandstein-Klippen in ein leuchtendes orange und wärmen die kalte Luft langsam auf, während wir Bucht für Bucht die Wellen checken. Die perfekte geografische Lage der Surflodge Portugal hat leider auch einen Hacken. Obwohl man bei fast jeder Konstellation aus Wind- und Wellenrichtung gute Wellen entlang der Küste finden kann, bedarf es einer Menge Erfahrung die Bedingungen richtig einzuschätzen - oder einer Menge Geduld und Benzin.

Dank Puresurfcamps haben wir beides, unser Guide Sven führt uns Tag für Tag zu den besten Sandbänken seiner Wahlheimat. Sven lebt mittlerweile seit 12 Jahren auf seiner „Ranch“ in der nähe von Sagres und liegt mit seinen Tipps fast immer richtig. So beginnt der zweite Morgen im wilden Westen Europas mit einer gemütlichen Session bei cleanen Wellen und leichtem Offshore. Heute ist der Himmel frei von Wolken und sobald die Sonne hoch genug steht, um die kleine Bucht in der wir surfen zu erreichen, wird es heiß. Etwa so heiß wie ein guter Tag im deutschen Sommer. Und das Anfang März. Als wir zurück auf der Poolterrasse der Surflodge sind und das leckere Frühstück genießen, das uns von Katha und Carsten serviert wird, erreicht uns ein Tipp. Sofort brechen wir auf, um eine Welle zu surfen, die keiner von uns kennt. Voller Motivation fahren wir zum Spot. Nach einer holprigen Fahrt und einem langen Spaziergang kommen wir endlich an. Auch wenn die Bedingungen nicht so gut sind wie wir es uns gewünscht haben, wird die Welle zerstört bis die Tiden es nicht mehr zulassen. Nach dieser anstrengenden Session wollen alle sofort nach Hause. Auf dem Weg zurück zur Lodge blitzt immer wieder die Sonne zwischen den dichten Nadel- und Macciewälder hervor.

Wir beschließen einen letzten Spot zu checken, bevor wir zu Abend essen. Eine schmale Straße schlängelt sich die Düne entlang bis zu einem Parkplatz. Von dort aus geht es zu Fuß weiter zum Lookout. Noch bevor alle Autos am Parkplatz angekommen sind, kommen die ersten zurück gestürmt und schnappen sich Ihre Boards und Wetsuits. Ich fotografiere einige Portraits im Licht der untergehenden Sonne und mache mich dann auf den Weg zur Klippe. Ich sehe die erste Welle durch den Sucher meiner Kamera. Dann die zweite. Remi paddelt, steht auf und faded langsam in eine kopfhohe Barrel. Ich nehme den Finger vom Auslöser und schaue aufs Wasser. Es dauert noch einen Moment, dann kommt Remi wie aus dem Nichts aus der Welle geschossen, zimmert zwei Turns in die Wellenwand und paddelt zurück zu den anderen.

Ein guter Start für eine gute Session. Außer dem Pure Surf Team sind nur zwei andere Surfer im Wasser. Es gibt genug Wellen für alle und von unserem erhöhten Aussichtspunkt fühlt es sich fast so an, als sei man mit im Line-Up. Man sieht wie alle zusammen Spaß in den Wellen haben und wie sie sich gegenseitig anspornen. Eine Welle nach der anderen bricht entlang der Sandbank und nur wenige davon bleiben ungesurft. Die untergehende Sonne lässt die glatten Wellen grün leuchten und bildet den perfekten Kontrast zum Strand der bereits im Schatten der Felsen liegt.

Der nächste Morgen beginnt früh. Für manche zu früh. Es dauert eine Weile bis alles in den Autos verstaut ist und wir uns endlich auf den Weg machen können. Schon beim ersten Kaffee auf der Terrasse der Pure Surflodge Portugal bemerken wir das der Wind gedreht hat und im Vergleich zu den vorherigen Tagen sehr stark geworden ist. Cordoama ist etwa fünf Autominuten von unserer Unterkunft entfernt. Die hohen Felswände der kleinen Bucht schützen die Wellen vor den starken Ostwinden. Bereits vom Parkplatz aus sieht man den Spray der brechenden Welle meterweit aufs offenen Meer fliegen. Die Spitze eines Felsens ragt aus dem Wasser. Daneben bricht eine lange und cleane, dafür aber sehr schnelle Linke. Es ist schwer sich richtig zu positionieren, denn der Swell sorgt für starke Strömungen entlang der ungeschützten Westküste. Die Jungs paddeln mit aller Kraft, um beim Set an der richtigen Stelle zu sitzen. Einer nach dem anderen kämpft gegen den Offshore an und zieht in die perfekt geformten Tube die über die Sandbank rollt. Die Welle bricht schnell und auch wenn die Jungs mit Vollgas durch die Sections pumpen, schaffen es nur wenige wieder aus der Barrel zu kommen. Trotzdem sitzen wir am Strand und feiern jeden, der es schafft, der Welle einige Meter abzulaufen. Und natürlich auch die Boardspitzen die an der Oberfläche zappeln während die Teamrider unter Wasser durch die Waschmaschine gejagt werden.

Danke Puresurfcamps, für diesen fetten Trip. Wir freuen uns auf das nächste mal! Ein fettes danke geht natürlich auch an alle, die diesen Trip für uns organisiert haben. Stefan Brill, Christian Ehmann, Nathalie Schubert, Franzi Sens, Sven Engelman, Carsten Schmid, Lars Jacobsen, die Teamrider: Leon Glatzer, Remi Petersen, Tobias Schroeder, Federico Nesti, Finn Springborn, Alex Tesch und natürlich an Philipp Siggmund und Eric Beck! Und zu guter letzt: Danke Portugal! RocknRoll Pure Surf Team