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Backwood Surfboards

Backwood - Ecofriendly Surfboards

Pines & Beach Special: Interview mit Martin Weiss

Stefan Brill

Stefan Brill

CEO Puresurfcamps Stefan arbeit seit seiner Jugend in Surfcamps, irgendwann hat er die Gelegenheit beim Schopf gepackt und sich mit PURESURFCAMPS einen Traum erfüllt

Die Liebe zum Meer und die Leidenschaft für's Wellenreiten - das ist es, was Martin Weiss, Gründer von Backwood Surfboards, antreibt. Aus Respekt zur Natur und um das Umweltbewusstsein zu steigern, greift er beim Bau seiner stylischen und individuellen Surfboards auf nachwachsende Rohstoffe und nachhaltige Herstellungsprozesse zurück. Backwood Surfboards wird dieses Jahr auf dem Pines & Beach 2018 vertreten sein, einen spannenden Vortrag zum Thema Umweltbewusstsein halten und einen Shape Workshop geben, für welchen ihr vor Ort einen der zwei exklusiven Plätze gewinnen könnt. Wir waren schon vorher neugierig und haben Martin mit jeder Menge Fragen gelöchert.

Hey Martin, erzähl doch mal: Wie lange surfst du schon und wie bist du überhaupt auf die Idee gekommen, ecofriendly Surfboards zu bauen?

"Den ersten Kontakt zum Surfen hatte ich schon vor 30 Jahren als Kind in Frankreich. Damals machte ich mit meiner Familie regelmäßig Urlaub in der Bretagne. Seit ca. 15 Jahren wird mein komplettes Leben durch das Surfen bestimmt. Meine ersten Shapeversuche liegen auch schon fast 15 Jahre zurück, damals allerdings noch in EPS bzw. XPS Epoxy Bauweise. Nachdem 2005 mit der Schließung von Clarkfoam die Umweltthematik in die Surf Szene schwappte, habe ich nach Alternativen gesucht und bin schließlich beim Ursprungsmaterial Holz gelandet."

Welche Prozesse hast du durchgemacht, bis du bei deinem heutigen Standard angekommen bist?  

"Heute kaum vorstellbar, aber meine ersten Bretter habe ich in Zeiten ohne Internet und Youtube gebaut. Damals war es wirklich schwierig an Information und Material zu kommen und so habe ich natürlich viel Lehrgeld bezahlt. Meist musste ich dann kurz vor meinem Urlaub noch Bretter fertig bekommen. Das Schlimmste, was mir mal passiert ist war, dass ich einen mir für Styropor empfohlenen Lack auf ein Blank gesprüht habe, ohne das vorher zu testen. Das Laminieren konnte ich mir danach sparen, da vom Blank nur noch der Stringer übrig war." 

Wie genau sieht eigentlich so eine ökologische Surfboard-Produktion aus und was muss alles dabei beachtet werden?

"Bei der Herstellung eines ökologischen Produktes stößt man natürlich sehr schnell an seine Grenzen. Auch wir können nicht auf chemischen Leim verzichten und auch unsere Bretter werden geglast. Unser Epoxydharz ist aber nachhaltiger produziert als vergleichbare Produkte und wir versuchen unsere Rohstoffe möglichst lokal zu beziehen. Zudem ist unser Absatzmarkt relativ lokal. Leider funktioniert die Surfboardindustrie mittlerweile so, dass der Shaper in Australien sitzt, die Serie in Thailand produziert wird und dann ein Board einmal quer über den Globus geschickt wird, um in Deutschland in den Läden verkauft zu werden."   

Welchen Shape surfst du aus deiner Serie am liebsten?

"Mein Lieblingsboard ist ein 9er Retro Longboard mit viel Rocker. Das Brett gleitet unfassbar schnell an und man bekommt die Welle unglaublich früh. Da ich grundsätzlich kein Paddeltraining mache kommt mir das natürlich im Wasser sehr entgegen."

Wie integrierst du Umweltbewusstsein in deinen Alltag und welche Tipps hast du für Surfer, die ecofriendly leben wollen?

"Ich möchte keinen bekehren, aber durch meine Arbeit ein grundsätzliches Bewusstsein schaffen. Man sollte sich gerade als Surfer bewusst sein, dass wir auf eine funktionierende Umwelt wie wir sie bisher kennen angewiesen sind. Wichtig ist der Moment, in dem man anfängt darüber nachzudenken, ob man seinen Abfall in den Sand schmeißt. Es ist auch keine große Sache einfach mal zwei drei Plastikteile mit zur nächsten Mülltonne zu nehmen. Es gibt auch viele Möglichkeiten beim Einkaufen von Lebensmitteln & Co. auf unnötige Verpackungen zu verzichten. Zudem sollten wir uns auch alle fragen, ob die Woche Bali sein muss, oder ob die Nordsee auch mal geht."

Shaped euch euer eigenes Surfboard aus nachhaltigen Materialien. Wir verlosen exklusiv auf dem Pines & Beach 2018 zwei der beliebten Shape-Workshop Plätze! Seid dabei und mit etwas Glück, könnt ihr bald mir eurem eigenen, stylischen Surfboard von Backwoods die besten Wellen Frankreichs surfen!