Für einen Surfer ist es schwierig, das Gefühl was ihm Surfen gibt in Worte zu fassen.

Jemand aus Unserem Team wurde einmal sehr direkt gefragt, was es für ein Sinn mache, sich wieder und wieder mit seiner Schwimmhilfe durch die Brandung zu kämpfen, um sich anschliessend von der heranstürmenden Dünung wieder an den Strand spülen zu lassen. Und die Antwort auf diese Frage, auch wenn ich sie natürlich für mich selbst schon lange wusste, lag mir nicht direkt auf den Lippen.
Wir sind uns alle darüber einig, wie überwältigend und unbeschreiblich das Gefühl ist, eine Welle zu Reiten. Auch ist es für uns eigentlich die natürlichste Reaktion, wenn wir eine Welle sehen, ihre ureigene Energie zu nutzen, um einfach Spass mit ihr zu haben.

Und das erklärt warscheinlich auch den historischen Hintergrund unseres und einem der ältesten Sportarten der Erde.
So ziemlich jedes Lebewesen aus dem Ozean nutzt die Kraft der Wellen schon seit Millionen von Jahren beispielsweise zum Jagen oder einfach nur, um Spaß zu haben. Die ersten Belege von “Surfenden” Menschen stammen bereits aus vorchristlicher Zeit (500 v. Chr.) und sind Höhlenmalereien aus Polynesien.
Die Polynesier, die auch als Urväter der Seefahrt gelten, verbreiteten auf ihren Reisen in der Südsee stetig ihre Kultur, zu der von Anfang an auch das Surfen zählte. Besonders auf den Inseln von Hawaii hat sich das Surfen seitdem zu einem festen Bestandteil der Gesellschaft entwickelt.
Surfen in seiner Definition bedeutet sich mit Hilfe von Wellenkraft fortzubewegen und hat deshalb sehr wahrscheinlich seine Wurzeln beim sogenannten „Bodysurfen“. Das bedeutet sich ohne Hilfsmittel von der Welle treiben zu lassen.

Erst später wurde damit begonnen, sich Hilfsmitteln wie schmalen Baumstämmen zu bedienen, um mehr Auftrieb zu erhalten. So wurden später auch auf immer größer werdenden Hilfsgegenständen versucht, nun liegend, sitzend oder kniend die Wellen “abzureiten”.
Die am Anfang des 18. Jahrhundert in Hawaii eintreffenden Missionare ersetzten das heidnische Brauchtum durch strenge Kirchensitten. Auch das Surfen wurde als unnütze, heidnische und unsittliche Zeitverschwendung angesehen und 1823 kurzerhand verboten.Mit der Gründung des ersten hawaiischen Surfclubs wurde 1908 eine bis heute nicht endende Ära eingeleitet, in der sich das Wellenreiten wieder aufwärts entwickelte.

Die Europäische Surfgeschichte begann dann Anfang des 19.Jahrhunderts, als erste “Weltenbummler” und Entdecker Surfbretter nach Europa mitbrachten und in Frankreich (der Wiege des Europäischen Surfens) die ersten Wellen abritten. Von da an feiert das Wellenreiten einen nicht enden wollenden Siegeszug durch ganz Europa, wo es mittlerweile an jedem erdenklichen Küstenabschnitt praktiziert wird.
Mitte der 1950er Jahre kam das Wellenreiten dann auch nach Deutschland. Sylter Rettungsschwimmer versuchten auf ihren neuen Rettungsbrettern stehend eine Welle abzureiten. Nachdem sie feststellen mussten, dass es besser geeignetes Material gibt, machten sie sich auf die Reise nach Biarritz, um ihre ersten richtigen Surfboards zu erstehen. Infiziert vom „Surfvirus“ gründeten sie dann 1966 den „Surf Club Sylt“.

Erst 25 Jahre später folgte nach und nach die Entstehung weiterer Wellenreitvereine in Deutschland, die schließlich 1991 in Köln den Deutschen Wellenreitverband (DWV) gründeten.
Bereits 1996 fand dann die erste deutsche Surfmeisterschaft statt an der französischen Atlantikküste statt und auch eine Ausbildung für deutsche Wellenreitlehrer einführten. Diese Entwicklung wird jedoch von vielen Seiten kritisch betrachtet, denn eine Ausbildung zum Surflehrer enthält natürlich auch kommerzielle Aspekte…
Die ersten Erfolge deutscher Surfer, wie z.B. Marlon Lipke (ASP Europe Champion 2004), sollten jedoch auch die letzten Skeptiker überzeugen und hoffentlich sind sie ein Meilenstein auf dem Weg in eine erfolgreiche deutsche Surfzukunft. Wir, von Puresurfcamps planen auch eine spezielle Talenförderung, die wir hier in naher Zukunft genau erläutern werden.
Bis dahin! Viel spass beim Wellenreiten, in unseren Surfcamps oder an einem der vielen Strände dieser Erde!

Alle mit einem Sternchen * gekennzeichneten Felder sind Pflichfelder.

Sicherheitsabfrage
captcha
x

Supported by


Like us on Facebook!