PURE SURFCAMPS treibt’s bunt!
12.05.2015

PURE SURFCAMPS treibt’s bunt!

Unsere Freunde Rund um PURE SURFCAMPS sind umtriebig wie bunte Hunde. Profi-Surfer, Musiker, Fotografen und Filmer trifft man ebenso regelmäßig in den Camps, wie wahre Künstler. Zwei von ihnen, „Rogge“ und „Cany the Kizard“ vom „Brain Paint Circle“, nehmen dabei den Begriff „bunt“ wörtlich. Die beiden Hessen zählen zu den besten Graffiti-Artists der Nation und wer ihre Werke auf überdimensionierten Hauswänden mal gesehen hat, wird aus dem Staunen so schnell nicht mehr raus kommen. Vom 15.05 bis 30.05. werden sie nun auch ordentlich Farbe in das PURE SURFCAMP von Moliets und das Surfhouse Santander bringen, wo du ihnen während der PURE SURF & ART TOUR 2015 live über die Schulter schauen und von ihnen lernen kannst. Bevor wir also alle demnächst in einem dichten Sprühnebel verschwinden, baten wir die Beiden noch schnell zu Tisch für ein Interview:

Hallo Jungs, ihr zählt zu den besten Graffiti-Artists des Landes. Erzählt uns mal, wie ihr zur Kunst gekommen seid. Wie hat alles angefangen und ab wann wusstest ihr, „Mensch, irgendwie scheine ich Talent zu haben!“

Rogge: Angefangen hat bei mir alles im Alter von 13 Jahren. Hip Hop ist in mein Leben getreten. Und zu Hip Hop gehört nun mal auch Graffiti, daher war sofort klar, ich muss malen. Das war der Start in die Kunstwelt. Endlich hatte ich mein Talent, was ich eigentlich schon in der Wiege liegen hatte, zu meiner Aufgabe gemacht.

Cany: Bei mir hat alles hauptsächlich durch meinen Vater angefangen, da er selbst Künstler ist. Auf der anderen Seite durch Kumpels mit denen ich damals rumgehangen habe und wir schnell großes Interesse an der ganzen Graffiti Geschichte gefunden haben. Aus anfänglichen “Tags” wuchs bei mir schnell die Lust auf mehr. Ich fing an Figuren/Monster oder Wesen jeglicher Art zu zeichnen und mich darauf zu konzentrieren. Ich wollte alles, was mir so durch den Kopf spukt, malen können. Ich glaub das ist ein großer Anreiz für mich. Die uneingeschränkte Fantasiewelt im Kopf nutzen zu können und sie dann zu visualisieren. Meine Welt, meine Regeln! Ich kann aber auch einfach super dabei abschalten, ein bisschen wie Meditation wenn man so will. Und die Frage nach dem Talent ist schwer zu beantworten, ich glaube ich hätte auch ohne Talent angefangen zu malen, einfach weil ich bock hatte!

Wo kommt ihr her und wie alt seid ihr?

Rogge: Geboren bin ich in Fulda, aufgewachsen in der kleinen Stadt Bad Hersfeld. Mittlerweile bin ich 36 Jahre alt, sprich 78er Baujahr.

Cany: Ich bin ich in Rotenburg an der Fulda geboren, ein kleines Städtchen im Fuldatal. Es erlangte traurige Berühmtheit durch den Menschenfresser Skandal. Ansonsten ist es einfach nur ein kleiner Ort mitten in Waldhessen. Ich bin jetzt 34 Jahre alt.

Woher kennt ihr Stefan und Chrille von PURE SURFCAMPS?

Rogge: Stefan kenne ich von der Zivi-Zeit. Graffiti, Musik machen, feiern… Wir haben zusammen in einer Zivi-WG gewohnt. Chrille kenne ich durch Stefan. Wir haben in Ischgl länger zusammen gearbeitet.

Cany: Ich kenne Stefan von früher. Wir kommen ja alle mehr oder weniger aus der gleichen Gegend. Rogge hatte mir Stefan irgendwann mal vorgestellt. Da auf dem Land ja eher weniger los ist, sah man sich so oder so bei der nächst besten Gelegenheit, das waren dann meistens Konzerte oder Partys.

Ihr habt neulich für PURE eine riesige Hauswand bemalt. Wie kam es dazu?

Cany: Rogge und ich haben seit unserem Trip nach New York schnell gemerkt das wir uns in unseren Stilen gut ergänzen und dadurch wuchs auch das verlangen danach einfach mal ne riesige Wand zu malen. Als wir dann letztes Jahr beim „Meeting of Styles“ in der Aerosol Arena in Magdeburg waren, haben wir dort erfahren, das man ohne Probleme dort eine 13 Meter Fassade bemalen und auch die nötigen Maschinen wie Einarm-Steiger etc. ausleihen kann. Dort ist eine Art Kunstverein auf dem glaub ich mehrere 1000qm großen Gelände ist das malen überall erlaubt und auch gewünscht, sie werben damit eine der größten Open Air Galerien in diesem Bereich zu sein. Also haben wir beschlossen, das dann zum nächstmöglichen Termin im Namen von PURE umzusetzen.

Wie lange arbeitet man an so einem großen Projekt?

Rogge: In vier Tagen haben wir das Ding gerockt….boom!!!!!!

Was war die Idee hinter dem Bild? Sieht super funky aus!

Cany: Da Rogge und ich immer sehr ähnlich ticken und wir immer super ergänzend arbeiten, baut sich bei uns eigentlich der größte Teil aus unseren spontanen Ideen auf. Meistens steht am Anfang ein Thema oder Motto, bei uns oft irgendwas mit Monstern oder halt irgendwas, was man so in dieser Art einfach mal raushauen will und los geht´s. Es müssen natürlich grundsätzliche Sachen kurz besprochen werden aber wir sehen das Beide ähnlich, dass uns das freie Arbeiten am meisten Spaß macht. In diesem Fall war uns klar das wir so viele Elemente aus dem Nautischen/Surf/Meer/Wasser- Bereich wie möglich einbauen wollten, um den Bezug zum PURE SURFCAMPS herzustellen.

Rogge: Ja unsere Ideen entstehen Brainstorming mäßig im Vorfeld aber vieles entsteht auch erst an der Wand.

 Wie behaltet ihr bei so einer Größe den Überblick, dass Proportionen etc. passen?

Rogge: Die Größe im Blick zu halten ist kein Ding. Ich habe unten gestanden und Cany koordiniert. Das hat ganz gut funktioniert. Sonst kann man aber auch mit einem Beamer arbeiten, das macht es dann etwas einfacher!

Cany: Ja, einer fährt hoch an die Wand, der andere gibt von unten die nötigen Anweisungen. Wie auf´m Bau eben (lacht).

Ihr werdet demnächst im PURE SURFCAMP eine Demo veranstalten. Was genau habt ihr geplant?

Rogge: Wir wollen mit dem Bulli das PURE SURFCAMP in Moliets und das Surfhouse in Santander bereisen und alles bemalen, was es zu bemalen gibt. Inklusive Surfbretter und dem Bulli, mit dem wir anreisen.

Meint ihr, ich kann nach einem Kurs bei euch ähnlich gut malen? Wie viel Prozent ist Talent und wie viel Prozent ist harte Arbeit, um so gut zu werden?

Rogge: Du brauchst auf jeden Fall ein bisschen Talent. Sonst wird das nichts. Man kann vielleicht schon die Techniken erlernen aber nie das künstlerische Kreative! Das ist die Voraussetzung, um wirklich ein guter (Graffiti)- Künstler zu sein. Wie gesagt, ich male seit dem ich 13 bin! Da lernt man schon so einiges an Techniken, um seine Kunst zu verwirklichen. Und trotzdem lernt man nie aus… 

Cany: Ich denke ein Kurs ist gut, um heraus zu finden, ob einem das Medium Dose gut liegt. Im besten Fall hat man vorher sowieso schon mit anderen Medien gemalt. Dann ist das meiste eher reine Fleißarbeit. Das man nach einem oder zwei Tagen einfach so damit sauber arbeiten kann ist aber leider eher unwahrscheinlich. Aber wer weiß, eventuell treffen wir auf unserer Tour in den Camps ja auf Naturtalente.

Sieht man euch in der kreativen Pause denn auch mal auf dem Wasser?

Rogge: Man sieht uns mehr am Wasser mit ‘ner Büchse Bier (lacht), denn Surfen ist crazy schwer. Ich hab´s schon paar mal probiert und hab’s nie hinbekommen, vielleicht schaff” ich es ja diesmal.

Cany: Ich habe noch nie gesurft, aber ich werde es definitiv ausprobieren. So eine Gelegenheit lass ich mir nicht entgehen…

Kann man im Netz weitere eurer Arbeiten bewundern?

Cany: Wir planen eine Gemeinschafts-Seite von unserem “Brain Paint Circle”- Projekt. Auf Facebook findet man uns dort unter www.facebook.com/brainpaintcircle. Meine Seite heißt BoozyBags.de auf der ich unter anderem das Bemalen von Jeans Jacken und Taschen anbiete. Unter diesem Namen findet man mich auch bei Facebook.

Rogge: Meine Seite lautet rudegraphixx.com. Ich bin beruflich auch Tätowierer, wer also bock auf bunte Haut hat, kommt vorbei!

Wer den beiden Künstlern auf die Finger schauen will, der kann seinen farbenfrohen Trip hier buchen: Surfcamp Moliets oder Surfhouse Santander

 

 

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